Unverträglichkeit von Milch

Die Unverträglichkeit von Milch kann verschiedene Ursachen haben. Häufig handelt es sich hierbei um eine Milchallergie oder um eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz).

Bei einer (Kuh-)Milchallergie werden bestimmte Eiweiße der Kuhmilch nicht vertragen: meist handelt es sich um Kasein und/oder Molkeneiweiße. Da Kasein auch in den Milchen anderer Tierarten (Schaf, Ziege, Stute) vorkommt, führen auch diese Milchen sowie ihre Produkte zu Beschwerden. Wer unter einer Kuhmilchallergie leidet, muss meist komplett auf alle Milchen und Milchprodukte sowie auf Lebensmittel, die Milch als Zutat enthalten, verzichten.
Eine Kuhmilchallergie bedeutet für den Betroffenen eine starke Einschränkung seiner Lebensmittelauswahl und die Gefahr eines Nährstoffmangels. Deshalb sollte die Diagnose von einem allergologisch spezialisierten Arzt gestellt werden. Um Nährstoffdefizite zu vermeiden, sollte die Therapie von einer allergologisch spezialisierten Ernährungsfachkraft begleitet werden (siehe unten).
Kuhmilchallergien treten häufig im Säuglings- und Kleinkindalter auf und verlieren sich bis zum Schulalter. Ein lebenslanger Verzicht auf Milch ist deshalb nicht notwendig. Im Abstand von 1 bis 2 Jahren sollte unter Aufsicht eines Arztes die Verträglichkeit ausgetestet werden.

Vertragen Erwachsene keine Kuhmilch, so ist dies nur in wenigen Fällen auf eine Kuhmilchallergie zurückzuführen. Viel häufiger leiden diese Patienten unter einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Im Gegensatz zu einer Allergie hängt das Ausmaß der Beschwerden von dem Milchzuckergehalt der Lebensmittel ab. Die Diagnose einer Laktoseintoleranz erstellt der Arzt in der Regel durch einen H2- (Wasserstoff)-Atemtest. Da die Lebensmittelauswahl bei einer Milchzuckerunverträglichkeit von der bei einer Kuhmilchallergie abweicht, ist es wichtig, die Ursache der Milchunverträglichkeit zweifelsfrei festzustellen.

Wer auf Milch und Milchprodukte verzichten muss, gefährdet seine Kalziumversorgung. Kalzium ist wichtig für den Aufbau und Erhalt der Knochen. Um eine ausreichende Kalziumzufuhr zu gewährleisten, brauchen Sie verträgliche Alternativen. Wenn Sie oder Ihr Kind unter einer Milchunverträglichkeit leiden, können außerdem Informationen zum Vorkommen von Milch in Lebensmitteln und Tipps zum Kochen und Backen ohne Milch nützlich sein. Hierbei wie auch bei der Erstellung eines milchfreien Ernährungsplans kann Ihnen eine qualifizierte Ernährungstherapie weiterhelfen, für die ich Ihnen gerne zur Verfügung stehe.

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©  Ute Körner, Dipl.oec.troph